Südafrika


Es gibt wenig Plätze auf der Erde (außer zuhause – Berlin), auf die ich mich immer wieder die Vorfreude packt und schüttelt. Kapstadt steht einsam an der Spitze meiner Liste. Alleine schon die Fahrt vom Flughafen in die City lässt mein Herz höher schlagen – der erste Blick auf Devil’s Peak und den Tafel Berg, dann öffnet sich der Blick zum Hafen und zur Waterfront, und schon ist man im Herzen eines der schönsten Flecken dieser Erde.

Bei meinem fünften Besuch in Kapstadt habe ich mir ein Fahrrad geliehen. Mein Hotel in Seapoint ist ein hervorragender Ausgangspunkt für kleine Tagestouren, wenn dann am späten Nachmittag das Business ein Ende hat. Wie ein Magnet zieht mich Camps Bay an, 5 km von Sea Point und 10 m vom Stadtzentrum entfernt. Hier kann, wenn der Wettergott gnädig ist nichts anderes als glücklich sein. Blind irgendein Restaurant auswählen, Seafood und Wein bestellen und jeden Moment genießen.

Natürlich müssen es Austern sein (€ 0,60 das Stück), am besten die aus Namibia – es gibt kaum bessere auf dieser Welt. Dazu ein Seafood-Salat mit einer Tomatenvinaigrette (€ 6). Und natürlich ein Sauvignon Blanc, zum Beispiel von Zevenwacht – gib mir die Stachelbeere (€ 12 die Flasche). Das alles im Ocean Blue – oder irgendwo sonst – aber hier stimmt der Service und der Preis.

Die Götter meinen es gut mit mir!

Ocean Blue
Camps Bay
Tel. 438 9838

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Während meines Urlaubs letzte Woche hatte ich eine Flasche Leopard’s Leap 2004 Cabernet Sauvignon & Merlot (Western Cape, Südafrika) verkostet, da mir die Marke noch gut in Erinnerung war. Der Wein war ok, aber nicht der Brüller. Interessante Tannine, ein Geschmack nach Leder, aber auch eine leicht sprittige Komponente. Sollte ich mich in meiner Erinnerung getäuscht haben?

Heute konnte ich beruhigt feststellen, dass ich mich nicht getäuscht hatte. In meinem Weinkeller fand sich nach längerem Suchen noch eine Flasche Leopard’s Leap 2003 Cape Mountain Red. Und das ist eine ganz andere Sache. Der Cape Mountain Red ist eine feine Cuvee aus Cabernet Sauvignon (52,3%), Merlot (20%), Cinsault (14,6%), Shiraz (7,5%) und Nebbiolo (5,6%) und bietet viele spannende Geschmackserlebnisse – Leder, Schokolade, Vanille, schwarze Johannesbeere und ein bisschen Karamell. Der Wein ist im besten Alter und macht jedem Wein aus der Bordelais Konkurrenz (vor allem, da er preislich bei ca. einem Drittel bis Fünftel eines vergleichbaren französischen Weines liegt).

 

Und das wirklich Großartige an der Sache ist, dass die Winzerei Leopard’s Leap einen eigenen Blog betreibt! Das Traurige ist jedoch, dass es diesen Wein nicht mehr gibt – Leopard’s Leap stellt ihn nicht mehr her. Wer weiß, wo es noch Restbestände zu kaufen gibt, teile es mir bitte mit. Dafür gibt es jetzt den Lookout Red, der aus sieben verschiedenen Reben gemacht wird. Er ist sehr schön in dem mir bis dato noch nicht bekannten Blog Vogels Küche beschrieben. Ich werde ihn sicher bald probieren.

Foto: Vogels Küche