Die Klimakatastrophe hat ja manchmal ihr Gutes. Hier sind zwei Argumente: erstens wird in tropischen Ländern am Einsatz von Klimaanlagen gespart und man entgeht dadurch immer häufiger dem drohenden Kältetod. Zweitens wird plötzlich in Ländern guter Wein produziert, die sich vorher allenfalls durch den Anbau von Braugerste auzeichneten.

Ein solches Land ist England. Was ich in der Recherche fuer diesen Blogeintrag lernen musste ist, dass es schon seit der Ankunft der Römer und kontinuierlich über 2000 Jahre in England Wein gab, die Produktion aber 1911 praktisch eingestellt und erst in den fünfziger Jahren wieder aufgenommen wurde.

Nachdem ich in den letzten Monaten schon mehrmals von der außergewöhnlichen Qualität von englischem Sekt gehört und gelesen hatte, war ich ganz gespannt auf die erste Verkostung.

Ein Freund hatte mir eine Flasche Bloomsbury Merret der Kelterei Ridgeview mitgebracht. Der (weiße) Merret hat mich umgehauen. Kombiniert aus 58% Chardonay, 25% Pinot Noir und 17% Pinot Meunier ist das ein Sekt mit wunderbar feinen Perlen, ohne hervorstechenden Säure mit Aroma von Aprikosen und Birnen. Einfach fein. Champagnerqualität.