Während sich die Creme de la Creme der europäischen Barszene in Berlin zur ersten Barconvention trifft, bin ich in London untergetaucht. Man muss ja Prioritäten setzen. Kleiner Trip durch Marylebone; ein Stadtteil, den ich noch nicht kannte (nahe Baker Street): auch wenn Berlin ja viel zu bieten hat, werde ich ob der Qualität und Attraktivität der Angebote Londons immer schier verrückt; ich möchte gleich in jeden Pub zum Biertrinken, in jeden zweiten Laden rein zum Lebensmittel kaufen, und in jedem dritten Restaurant essen. Die Auswahl ist dann meist zufällig, und so entschieden sich mein Begleiter und ich uns für Ping Pong, das mit einer Auszeichnung für „emerging concepts“ (ungefähr: aufkommende Konzepte) wirbt.

Ping Pong ist ein Dim Sum Restaurant. Man bekommt eine Speisekarte, eine Checklist und einen Bleistift. Was einem auf der Speisekarte gefällt, kreuzt man auf der Liste an. Eine Portion besteht jeweils aus drei Stücken, was das Teilen zu zweit etwas schwierig macht. Die Speisekarte ist in Gedämpftes, Gebratenes, Gebackenes aufgeteilt. Alles kommt schnell und frisch auf den Tisch. Wir hatten 9 oder 10 verschiedene Portionen, z.B. Roast Pork Puff, oder Spicy Chicken, und viel mehr.  Und dann die Chili-Saucen, die dazu gereicht werden…

Alles ríchtig lecker, und ich hoffe auf die Entdeckung des modernen Dim Sums in Europa (in Schöneberg gibt es schon ein Dim Sum Restaurant, das ich unbedingt ausprobieren muss).

Dazu eine Flasche Waterstone Bridge Reserve Semillion Chardonnay aus Australian, der wie Arsch auf Eimer zum Essen passte.

Das Ganze dann für 46 Pfunde, richtig preiswert für London.

Ach ja: es gibt sieben Filialen des Ping Pong. Ein Kettenrestaurant der besseren Art. Es gibt auch Cocktails, aber die haben wir nicht probiert, auch wenn uns „The Emperor’s Elixir“ sehr gereizt hat.

Ping Pong
Marylebone

10 Paddington Street
London

W1U 5QL
tel: 0207 009 9600

andere Filialen in London