Endlich wieder in Vietnam! China ist spannend, dynamisch, in Beijing und Schanghai auch kosmopolitisch, aber tierisch anstrengend, die Luft ist verschmutzt, man steht ständig im Stau, und die Preise haben auch ganz schön angezogen. Wie beschaulich wirkt da doch Hanoi, immerhin auch eine Millionenstadt. Ich liebe Hanoi, es gibt keine Großstadt in Asien, die soviel Charme hat, ein witziges Stadtbild, nette Menschen, gutes Essen, und meistens gutes Wetter (nur gerade jetzt nicht, wenn ich da bin – es regnet fast den ganzen Tag).

Für einen kleinen Hunger empfiehlt sich in Vietnam zu jeder Tageszeit eine Nudelsuppe, auf vietnamesisch Pho. Pho bekommt man an jeder Straßenecke, man setzt sich einfach auf einen kleinen Schemel, zahlt ca. einen Euro und hat die köstlichste Suppe vor sich. Man kann aber auch in eine der Filialen der Franchisekette Pho 24 gehen, wenn man eher auf blitz-blanke Küche und gesundheits-sichere Zutaten steht, vor allem am Anfang eines Südostasienbesuchs.

Bei Pho24, das es nicht nur mehr als zwanzigmal in verschiedenen Städten Vietnams gibt (die Webseite gibt Auskunft über alle Locations), sondern auch in Jakarta, Manila, Singapur und Sydney (wann in Berlin?) gibt es genau ein Produkt: Nudelsuppe. Man hat die Auswahl zwischen den weiteren Zutaten – verschiedene Arten von Rindfleisch, oder Huhn, oder Kutteln. Dazu gibt es einen kleinen Teller mit Basilikumblättern, Chilischoten, Sprossen. Zu trinken gibt es frische Säfte (oder auch Bier). Man hat die Bestellung im allgemeinen in 1-2 Minuten auf dem Tisch, da die Nudeln und das dünn geschnittene Fleisch nur kurz in kochender Brühe geschwenkt werden. Dank der Bindung des vietnamesischen Dongs an den Dollar kostet die Portion mit der besten Qualität Rindfleisch noch etwa € 1,30.