Und jeder Zeitraum hat etwas Eigenes, Frauen, Mädchen oder Kastanien. (André Heller).

Wenn der richtige Sommer kommt, werden die Flaschen schweren Rotweins im untersten Regal gespeichert und der Weiß- und Roséwein wird hervorgekramt. Ich bin bekennender Rosétrinker, auch wenn ich sicherlich nur ein paar Flaschen davon im Jahr verputze; das hängt auch von den Außentemperaturen ab. Bei Rosés gibt es natürlich solche und solche: Meist gibt man ja nicht mehr als 5 € für eine Flasche aus und verdünnt ihn dann noch mit Mineralwasser, wirft ein Stück Zitrone, einen Minzezweig und einen Eiswürfel rein und fertig ist ein schöner Sommerdrink. Da kommt es schon meist nicht mehr so sehr auf die Sorte an, wenn er spritzig und fruchtig und nicht von allzu schlechter Qualität ist.

Wenig bekannt ist, dass es durchaus auch anspruchsvollere Rosés gibt, die zumindest mit einem Weißwein mittlerer Qualität mithalten können und in ihrem Charakter zwischen Weiß- und Rotwein stehen. Das Besondere eines solchen Weines ist, dass er mit mehr Speisen harmonisiert, als ein typischer Weißer oder Roter.

Castillo Perelada, 2006 ist ein solcher Wein. Schon wieder aus Katalonien! Ein Highend Rosé, der aus 100% Cabernet Sauvignon gekeltert wird, eine schöne dunkle Farbe hat und nach Himbeeren schmeckt. Dieser Wein setzt sich wohltuend von der Masse ab, sehr viel besser kann man einen Rosé nicht machen. Er könnte diejenigen enttäuschen, die das leichte Provence-Feeling suchen – da gibt viele gute Alternativen. Der Perelada ist zu schade für meinen Sommerdrink, ich werde aber bestimmt in diesem Sommer noch die eine oder andere Flasche davon genießen.

Castillo Perelada 2006 Cabernet Sauvignon Rosé
bei Der Rioja Weinspezialist
€ 9