Wie man in diesem Blog und in jeder gut sortierten Bar leicht entdecken kann, erlebt der Gin momentan eine Renaissance (wenn er denn je außerhalb des Britischen Empires wirklich mehr als Nischengetränk war). Jeden Monat kommt eine neue Ginsorte auf den deutschen Markt, so dass man als Amateurtrinker mit dem Verkosten gar nicht hinterher kommt.

Was macht man mit Gin? Blöde Frage, trinken natürlich. Nur wie, das ist die Frage. Für mich gilt es diese Reihenfolge: Dry Martini (abends,in der Bar), Gin Tonic (nachmittags, auf der Terasse, in tropischen Ländern), Gimlet (einmal im Jahr, als Alternative). Alles andere interessiert mich wenig. Selten betrachtet man die Frage der Wahl des Getränks in Bezug auf das Tonic Water. Hier galt im allgemeinen das weltweite Monopol von Schweppes. So muss ein Tonic schmecken, dachte ich, nichts ahnend. Bis ich in einer internationalen Gourmetzeitschrift den Hinweis auf alternative Tonicsorten fand.

Besonders interessiert hat mich dabei Fever Tree aus London. Der Name verweist auf den Ursprung der Bitter-Getränke: der Baum der China-Rinde, im Englischen auch Fieberbaum genannt. Auf der Webseite von Fever Tree findet man folgende nette historische Belehrung:

Legend has it that the bark of the fever-tree was first used by the Spanish in the early 1630s when it was given to the Countess of Chinchon, who had contracted malaria (known colloquially as the ‘fever’) whilst living in Peru. The Countess recovered and the healing properties of the tree were discovered.

Despite this success its reputation was slow to catch on, it was imported to Europe under the name ‘Jesuits Powder’ which proved a very poor selling strategy in Protestant England. Even when Charles II in 1679 was cured of the ‘fever’ its popularity was not assured as its use remained the secret of his physician (Robert Talbor).

However, the healing power of this remarkable tree only became world renowned in the 1820’s when officers of the Indian Army, in an attempt to ward off malaria, mixed quinine (the extract from the bark of the fever-tree) with sugar and water, creating the first Indian Tonic Water.

It was made more palatable when they added a little expedient of gin to the mixture. The original gin and tonic was thus born, and soon became the archetypal drink of the British Empire, the origins of which were firmly planted in the ‘fever-tree’.

Fever Tree Tonic Water hat mich spontan überzeugt mit seinem subtilen bitteren Aroma (bitterness) bei reduzierter Süße – ein idealer Begleiter für meinen guten Freund Bombay Sapphire, dazu eine viertel Limone und viel Eis. Das Tonic (und die anderen klassischen Chinin-Getränke wie Bitter Lemon sowie Ginger Ale) ist erhältlich bei The English Shop in Köln; 4 Flaschen á 200ml kosten € 5,85 plus Versand. The English Shop hat einen sehr guten, persönlichen Service – das Paket erreichte mich 24h nach Bestellung.

Foto: http://www.thedrinkshop.com