Erinnern Sie sich noch an das Gefühl von Zuckerwatte? Ich meine nicht die Süße, sondern die Art, wie der Mund sich anfühlt – „gefüllt“ ist eine annähernde Beschreibung. Ein ähnliches Gefühl habe ich bei dem Genuss vieler australischer Rotweine. Ich meine das nicht unbedingt negativ, manchmal mag man das ja. Ein typischer Wein dieser Richtung ist der Yellow Tail Shiraz, angeblich der meist verkaufte 750ml Rotwein in den USA. Auch wenn das kein gutes Zeichen sein kann (welche Rebflächen haben die denn?), ist der Yellow Tail durchaus drinkbar, vor allem wenn er leicht gekühlt ist (15 Grad?). So beschreibt ihn die Winery:

A vibrant, deep purple colour leads to a nose of lifted berry aromas with spicy notes. The full-bodied palate shows generous ripe fruit characters with underlying earthy tones and lingering sweet berry flavours. A touch of vanillin oak adds balance and softness to the long, enjoyable finish.

Naja, ein bisschen zu viel des Guten, aber ich mochte die leichte Pfeffernote und mit einer guten Zigarre (Dos Hermanos, Robusto) macht er durchaus Spaß.

Foto: http://www.yellowtailwine.com.au/