Dass ich Fliegen hasse, ist übertrieben; ich könnte es mir auch gar nicht leisten, bei ungefähr 80,000 Airmeilen pro Jahr. Leider zahlen einige meiner Auftraggeber nur Economy Class, und ein Langstreckenflug in der Holzklasse hat nun wirklich keinen besonderen Reiz.

Gespannt war ich auf das Wiedersehen mit Emirates. Vor ein paar Jahren war ich regelmäßig mit dieser Fluglinie unterwegs, in allen drei Klassen. Die Business Class von Emirates ist ja legendär. Diesmal also 19D, immerhin ein Gangplatz in der nagelneuen Boeing 777. Wie immer die Durchsage des Pursers: „Unser Personal an Bord spricht Englisch, Französisch, Chinesisch, Griechisch, Afrikaans, Hindi und Portugiesisch.“ Das soll erst einmal eine andere Airline nachmachen.

Zusammenfassend: Economy Class bei Emirates kann besser sein als Business in manchen anderen Fluglinien. Zumindest dieser Flug lies nichts zu wünschen übrig: Genug Sitzabstand, um nicht gleich klaustrophobisch zu werden, wenn der Vordermann seine Lehne zurückstellt, ein relativ leckeres Chicken Curry (mit rohen Chillies), und immerhin Viña Sol, also ein durchaus drinkbarer spanischer Weißwein aus dem Penedes.

Beeindruckt hat mich das neue Entertainment System, dass es auf diesem Flug gab. Eine Auswahl von ca. 100 Filmen, darunter Klassiker wie „Casablanca“ und die Blockbuster von 2006 (ich entschied mich für Déjà Vue mit Denzel Washington, den ich immer schon mal sehen wollte. Noch beeindruckender war jedoch das Musikprogramm; eine Auswahl von ca. 300 Scheiben, darunter Klassiker wie John Coltrane’s „A Love Supreme“ und Miles Davis’ „Kind of Blue“, zwei der besten Jazzplatten aller Zeiten.