letussea001Hua Hin ist nicht gerade ein Ort, der mit magischer Schönheit anlockt. Eher eine verbaute Thaikleinstadt, die den Vorteil hat, dass sie nur 2 1/2 Autostunden vom Zentrum Bangkoks entfernt. Also das richtige für einen Kurzurlaub für gestresste Großstädter oder Businessreisende, die vor dem Heimflug noch zwei wertvolle Tage haben.

Diese Tage sind gut vorbereitet worden. Schon Wochen vorher hatte ich mich gefragt, wie ich die Zeit von Samstag Nachmittag bis Montag Nacht am gewinnbringensten gestalten kann. Nachdem ortskundige Freunde mir zu Hua Hin geraten hatten, um Zeit zu sparen, brachte eine kurze Internetrecherche ans Licht, dass es ein Hotel gibt, das mich sofort in seinen Bann zog: Let’s Sea Hua Hin Al Fresco Resort.

letussea002Das Hotel am Meer besteht aus zwei gegenüberliegenden Reihen von Bungalows, die von einem künstlichen Kanal getrennt sind. Der Kanal ist der Pool. Nun gibt es es zwei Arten von Zimmer: Die im Erdgeschoss (Pier Studio), die eine Holzterasse haben, auf der man den ganzen Tag verträumt mit einem Glas Wein sitzen kann und von Zeit zu Zeit über die kleine Treppe ins Wasser gleitet. Die Moon Deck Suites hingegen sind im ersten Stock und haben eine Dachterasse.

Das Design ist perfekt und der Service natürlich auch (wer würde hier etwas anderes erwarten). Das Essen und die Weinauswahl passt auch aber ich ziehe dann doch die lokalen Garküchen vor. Ins Zentrum der Stadt sind es 10 Minuten mit dem Taxi für 150 Baht (3 Euro).

Ich sitze einfach nur den ganzen Tag auf meinem Bootssteg, schaue aufs Wasser und twittere von Zeit zu Zeit.

Ach ja: Follow me on Twitter.

Mit Wehmut habe ich gerade zum ersten Mal seit Monaten auf den Drymartini-Blog geschaut. Vielleicht sollt ich doch wieder anfangen, hier zu bloggen? (Ich habe so viele andere Baustellen). Ich werde es in Betracht ziehen. Habt Geduld.

Grüße aus einem Hotel outside of Cairo

Zum Abschluss gab es dann noch ein kleines Schmankerl für den Vielgereisten. Am Rande von Atlanta gibt es eine dieser Malls, die sich überall auf der Welt gleichen: Perimeter Mall an der U-Bahn Station Dunwoody. Dort findet man Maggiano’s Little Italy, dessen Nudelgerichte schon fast eine Reise aus der Innenstadt wert sind. Bei Maggiano’s handelt es sich um eine Restaurantkette, die fast in jedem Bundesstaat ein Outlet hat. Hummerravioli in einer cremigen Hummersauce für $ 16 waren sehr lecker, dazu ein frischer Gartensalat. Zu mehr hat mein Hunger nicht gereicht.

Eine wirkliche Überraschung war St. Michelle Riesling aus dem Columbia Valley im Staat Washington. Normalerweise glaube ich nicht daran, dass es außerhalb von Deutschland gute Rieslings gibt, vom Elsass und anderen angrenzenden Regionen mal abgesehen. Der St. Michelle (von dem der Kellner glaubte, dass er aus Frankreich kommt) hat den sortentypischen Honigton, eine gut eingebundene Säure und schmeckt nach Aprikosen. Ich befürchte, man bekommt ihn nicht in Deutschland.

Maggiano’s Little Italy
4400 Ashford Dunwoody Rd., 
Space #3035
Atlanta, GA, 30346-1513
Phone: 770-804-3313

Ja ich weiß es selbst – seit fast zwei Monaten habe ich keinen Blogpost mehr geschrieben. Mir fehlte einfach die Motivation und vor allem die Zeit. Zu viel Arbeit.

In den letzten zwei Wochen war ich auf beruflichem Trip durch Amerikas Osten. Ohio-Conneticut-Massachussetts-Washingto D.C.-Georgia. Fünf Hotels in 14 Tagen, drei Inlandsflüge, Mietwagen. Das Beste aber war die Fahrt im Amtrakzug von Boston nach Washington D.C., durch New York, Philadelphia and Baltimore. In die Fjordlandschaft Conneticuts habe ich mich spontan verliebt.

Kulinarisch gibt es nicht viel zu berichten, da ich meist mit schlechtem Konferenzessen versorgt war. Also in Kurzform die Dinge, die wirklich berichtenswert waren (eigentlich nur drei, neben dem Hummer, den ich in meinem kleinen Hotelrestaurant in Boston für $ 22 gegessen habe):

Restaurant Mio in Washington D.C.: Hier kocht zur Freude der Hauptstädter Stefano Frigerio, der ehmalige Chefkoch des Ritz-Carltons, der zwischendrin versucht hatte, sich in Baltimore selbständig zu machen, dann erfolgreich für diese Institution angeworben wurde. In schlichter, ungezwungener Atmosphäre stimmern Cocktails, Weine, das modern interpretierte italienische Essen und dann auch die Preise (der gegenwärtige Dollarkurs macht das Genießen sowiese noch süßer). Ich aß als Vorspeise kleine Tintenfische in einer scharfen Sauce und dann Wachtel auf Basilikumrisotto mt Steinpilzen.

Ich liebe ja seitdem ich in Oregon war die Pinot Noirs aus Amerikas Nordwesten.  Spannend fand ich daher den Roten von Wein by Joe, ein leicht zu drinkender Pinot Noir, der mit einem frechen Ettikett daher kommt.

Ein Ort, um gute Südstaateküche in Atlanta in lockerer Atmosphäre zu genießen, ist JCT Kitchen & Bar, etwas außerhalb des Stadtzentrums. Die Austern sind superfrisch, das Fleisch genau auf den Punkt zubereitet und die Pommes waren mit die besten, die ich seit langem gegessen habe (auch hier gibt es übrigens Wein von Joe).

Mio
1110 Vermont Avenue, NW
Washington DC, 20005
Phone: 202-955-0075

JCT Kitchen & Bar
In Atlanta’s Westside Urban Market
1198 Howell Mill Road, Suite 18
Atlanta, GA 30318
Phone: (404) 355-2252 

Auf Weintour im Kap: Villiera ist ein größeres aber nicht so bekanntes Weingut auf der Strecke von Kapstadt nach Stellenbosch. Nachdem wir am Morgen noch bei Signal Hill vorbeigeschaut hatten – die einzige städtische Kellerei Südafrikas, die aber leider ihr Kontor in Kapstadt schließt – hatte mein südafrikanischer Freund mich zu Villiera gebracht.

Wir haben die meisten Weine dieser Kellerei ausprobiert. Villiera produziert im niedrigeren bis mittleren Preissegment – außer einem in Frankreich produzierten Wein liegen alle o,75l Flaschen unter R100, d.h. unter € 10, und der einfache Tafelwein fängt schon bei € 2,50 an. Die Qualität, die Villiera für diesen Preis bietet, ist unschlagbar.

Sowohl im Perl-, Weiß- als auch im Rotweinsegment habe ich zwar nicht tiefgehende, aber gute („anständige“) Weine gefunden. Hervorzuheben für mich der Monro Brut, ein moderner Champagner aus gleichen Anteilen von Chardonnay unf Pinot Noir. Feine Perle, eine schöne Nase von Mirabellen, der Down To Earth White, aus Sauvignon Blanc 51%,
Chenin Blanc 29% und Semillon 20% (R25!) ein typischer Neuweltsommerwein, passend zum schönen Wetter, sowie der M’Hudi Pinotage, den ich schon auf dem Flug in der Business-Class von South African Airlines genießen konnte.

M’Hudi ist eine extra Produktlinie von Villiera (mit eigener Webseite) und ist ein Black Empowerment Projekt der Kellerei. In 2001 hatten Malmsey and Diale (Oupa) Rangaka aus Johannesburg den Traum, aufs Land zu ziehen und Wein zu produzieren. Beide Akademiker ohne Kenntnisse der Winzerei, haben sie es mit der Unterstützung der Familie Grier geschafft, in die Spitze der südafrikanischen Weinproduktion zu gelangen. Sie kellern jetzt die ganze Bandbreite der lokalen Reben, aber der Pinotage, ist eine absolute Wucht – er überzeugt mit nachhaltigen Burgunderaromen wie Leder und Schokolade ohne soßig zu wirken.

The name M’hudi is derived from the Setswana word, „Mohudi“ meaning „Harvester“. It is also the name given to a heroine of a great African story. In the story M’hudi flees her war-ravaged village in seach of a new beginning. M’hudi’s story is one of courage, determination against seemingly impossible odds and the relentless pursuit of one’s dreams and wishes.

Villiera exportiert alle Weine nach Deutschland über H.M. Witt in Bremen. Leider auf der Webseite noch nicht verzeichnet. Der M’Hudi ist auch über Capewineland zu beziehen, zum unschlagbaren Preis von € 9,90.

Villiera
phone:
+27 (0)21 8652002/3
fax: +27 (0)21 8652314
postal: PO Box 66, Koelenhof, 7605, South Africa
email: wine@villiera.com
web: www.villiera.com

H.M. Witt GmbH
Weinimport
Julius-Faucher-Str. 32
28307 Bremen
Tel. 0421 – 25 36 41
http://www.witt-bremen.de/

Foto 2: M’hudi

Es gibt wenig Plätze auf der Erde (außer zuhause – Berlin), auf die ich mich immer wieder die Vorfreude packt und schüttelt. Kapstadt steht einsam an der Spitze meiner Liste. Alleine schon die Fahrt vom Flughafen in die City lässt mein Herz höher schlagen – der erste Blick auf Devil’s Peak und den Tafel Berg, dann öffnet sich der Blick zum Hafen und zur Waterfront, und schon ist man im Herzen eines der schönsten Flecken dieser Erde.

Bei meinem fünften Besuch in Kapstadt habe ich mir ein Fahrrad geliehen. Mein Hotel in Seapoint ist ein hervorragender Ausgangspunkt für kleine Tagestouren, wenn dann am späten Nachmittag das Business ein Ende hat. Wie ein Magnet zieht mich Camps Bay an, 5 km von Sea Point und 10 m vom Stadtzentrum entfernt. Hier kann, wenn der Wettergott gnädig ist nichts anderes als glücklich sein. Blind irgendein Restaurant auswählen, Seafood und Wein bestellen und jeden Moment genießen.

Natürlich müssen es Austern sein (€ 0,60 das Stück), am besten die aus Namibia – es gibt kaum bessere auf dieser Welt. Dazu ein Seafood-Salat mit einer Tomatenvinaigrette (€ 6). Und natürlich ein Sauvignon Blanc, zum Beispiel von Zevenwacht – gib mir die Stachelbeere (€ 12 die Flasche). Das alles im Ocean Blue – oder irgendwo sonst – aber hier stimmt der Service und der Preis.

Die Götter meinen es gut mit mir!

Ocean Blue
Camps Bay
Tel. 438 9838

Heute ist ein glücklicher Tag. In meiner nächsten Umgebung – der geliebten Akazienstraße – hat ein neues Restaurant aufgemacht und damit meine Auswahl für ein günstiges und schnelles Lunch vergrößert. Die Freude ist groß – das Choice ist ein kleines vietnamesisches Imbissrestaurant mit Schwerpunkt auf Nudelsuppen. Meine große Leidenschaft für die Pho – vietnamesische Nudelsuppe – habe ich in diesem Blog bereits beschrieben.

Vermutlich gibt es westlich von Hanoi keine Stadt, die so viele vietnamesische Restaurants aufweist wie Berlin, im Schnitt von besserer Qualität und authentischer als chinesische Lokale. Monsieur Vuong in Mitte und Mr. Hai & Friends in Charlottenburg sind über die Grenzen der Stadt bekannt.

Choice hat – wie Monsieur Vong – eine kleine Speisekarte, und eine Tageskarte mit fünf Gerichten, alle zwischen € 5-7. Es gibt die Pho in verschiedenen Varianten, andere Nudelsuppen sowie einige Curries. Ich aß von der Tageskarte: Banh Da – Rote Nudelsuppe mit Rindfleisch, Sojakeimen, Koriander, Basilikum, Zimt, Sternanis und Ingwer. Dazu Tra Nhai: Jasmin-Tee mit Lotuskernen, Limettensaft und Honig. Lecker, frisch, so wie es sein muss – und ohne Glutamat. Ich komme wieder.

Choice
Vietnamese Food
Akazienstr. 9
10823 Berlin
Tel. 030-78 00 63 43

Öffnungszeiten: tgl. 11.30-23.30