Freitagabend. Eigentlich wollte ich zum Jazz ins Bebop in der Kreuzberger Willibald-Alexis-Straße. Leider ist der Club offensichtlich irgendwann in den letzten Tagen abgebrannt; das Konzert fiel also ins Wasser. Da es gerade zu regnen anfing, flüchtete ich mich in die nahegelegene Haifischbar, in der ich seit Jahren nicht mehr war. Im Regal hinter dem Tresen fiel mein Blick sofort auf die Auswahl an Gins: Hendrick’s, Tanqueray, Tanqueray No. 10, sowie eine Marke, die ich bis dato nicht kannte: G-Vine des französichen Produzenten Eurovinegate. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, dass in der Community eine heftige Diskussion über diese Spirituose entbrannt ist. Ich fand ihn spontan zu parfürmiert, zu weich, zu wenig kratzbürstig für einen Gin, kann mir aber vorstellen, das man nette Mixgetränke damit herstellen kann. Für einen Dry Martini wird G-Vine bestimmt nicht meine erste Wahl.
Interessant ist jedoch, dass der G-Vine gerade ein Gin-Tasting gewonnen hat, siehe den Eintrag auf meinem Lieblingsdrinkblog mixology. Hier findet man auch eine ausführliche Diskussion über die Marketingstrategie. G-Vine ist nämlich unter dem Motto: „Der Tod des Vodkas“ angetreten und versucht, gerade in den USA, Vodkatrinker zum Gin zu bekehren.
Witzig ist auf jeden Fall der Marketingspot, der auf YouTube veröffentlicht wurde:
Foto: Mixology
Montag, 2. Juli, 2007 at 17:28
leider trinkst du den Gimlet ja nur einmal im Jahr…
denn dafuer ist er wie geschaffen…
Dienstag, 3. Juli, 2007 at 23:08
[...] klafft die Schere; es gibt es momentan zwei Richtungen: Gin, der eigentlich kein Gin ist, z.B. G-Vine, und dann andere Gins, die die Wacholderbeere nicht [...]
Dienstag, 17. Juli, 2007 at 9:30
[...] by drymartini under Bartender , Drinks , Berlin , Bars Vor einer Weile schrieb ich über G-Vine, eine neue Ginsorte aus Frankreich. Ich beklagte mich damals über die mangelnde Eignung dieser [...]